Schöner, guter, wahrer Terror
- Ivory B. Blue

- 21. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Stromausfall? Fortschritt durch Zerstörung, ein altes linksradikale Konze
pt (das als „Konzept“ zu würdigen fällt mir schwer, aber für den Zusammenhang lass´ ich das hier so stehen).
Kein poetisches Halbdunkel, wie es Villen in der Gegend geziemt hätte, sondern ein profanes Schwarz.
Brand einer Kabelbrücke über dem Teltowkanal, sagen die einen. Brandanschlag, flüstern die anderen. Nach dem Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“ fragt man sich unwillkürlich, ob das schon die nächste Stufe der Klimarettung ist:
erst Heizungen verbieten, dann gleich den Strom abschalten.
Die Vulkan*iehnas dürften sich in „ihren besetzten Häusern“ die Hände reiben – endlich mal konsequent gegen den Kapitalismus und die weißen Villenbesitzer vorgegangen.
Die zivilisatorische Decke ist dünn: Die Polizei fährt verstärkt Streife (300 Beamte zusätzlich – man möchte fast applaudieren).
Giffey (gut, dass sie niemanden im Stich lässt) spricht von einem „besonders schwerwiegenden“ Ereignis – als hätte man dieser Tage noch die Wahl zwischen schwerwiegend und harmlos.
Man könnte jetzt von Sabotage sprechen, von innerer Zersetzung, von einem Staat, der seine Infrastruktur nicht mehr schützen kann. Oder man könnte einfach feststellen:
Berlin, Hauptstadt eines vor zivilisatorischen Gefüges – nur ohne das Charisma.
So schnell, vermute ich wird kein amerikanischer Präsident mehr sagen „Ich bin ein Berliner“.




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