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Aufarbeitung ohne Ende: Moral Tapete im öffentlichen Wohnzimmer

  • Autorenbild: Ivory B. Blue
    Ivory B. Blue
  • 21. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Endlich! Der alljährliche Höhepunkt des deutschen Schuld-Rummels rollt an. Der 27. Januar, jener Tag, an dem das Gesamtkonstrukt „Deutschland“ kollektiv in die Knie geht, die Hände faltet und mit feuchtglänzenden Augen „Nie wieder!“ jault – während man gleichzeitig alles dafür tut, dass Juden auf das Tragen ihrer Kippa auf dem deutschen Bürgersteig „lieber verzichten“.  Der Tag der offiziellen Verlogenheit - eine grenzenlose Leidenschaft ohne Passion ohne Apotheose: Machthaber Merz keucht von „unverjährbarer Verantwortung“ – als hätte er persönlich Anne Frank die Tür vor der Nase zugeschlagen.  Die Minister influencen mit Kippa vor dem Mahnmal (es soll ja nicht umsonst erbaut worden sein), die Bundestagsabgeordneten üben ihr Betroffenheits Gesicht ein, und in den Schulen wird den Kindern erklärt, dass sie (dabei spielt es freilich keine Rolle, dass sie erst seit gestern auf der Welt sind) persönlich schuld sind und es bis ans Ende aller Tage bleiben werden.  Sollte sich das jemals ändern, verliert der Deutsche seine Identität, von der er noch nicht einmal wusste, sie zu haben - das Deutsche Schicksal. Sich in Schuld und Scham zu suhlen, des Deutschen Brauch und Ritus.  Und während man performativ mit Kerzenwachs und Kranzschleifen die sechs Millionen ermordeten Juden betrauert, ertönt draußen vor Synagogen „Juden ins Gas!“ – und zwar nicht von irgendwelchen Opa-Heinis mit Hakenkreuz-Tattoos oder durch die allerorts von der mutigen Zivilgesellschaft bekämpften Neonazis, sondern von der jungen, frisch importierten Vielfalt mit palästinensischen Fahnen und ihren linken Freundieh*nas.  Aber wehe, man erwähnt diesen bunten Dickhäuter im Raum! Sofort ruft der Antisemitismusbeauftragte „Relativierung!“, die Antifa (also alles, was nicht schwefelig angehaucht ist) zückt den moralischen Vorschlaghammer, und die anständigen Redaktionsstuben drucken Leitartikel wie: „Rechte Hetze gegen Migranten“. Die deutsche Erinnerungskultur ist inzwischen das perfekteste Schuldbekenntnis-System der Weltgeschichte:  Man gedenkt der Opfer, um die Lebenden mundtot zu machen. Man zitiert „Auschwitz“, um jede Kritik an der grenzenlosen Einwanderung als Nazitum zu brandmarken. Man hält Tränenreden, während man gleichzeitig Hamas-Freunde in den Bundestag einlädt sowie denselben mit denselben als feste Mitglieder ausstattet und „israelkritische“ BDS-Veranstaltungen subventioniert. Antizionismus ist die Lehre aus der Shoa.(Freilich lässt sich der geläuterte, fortan kultivierte Deutsche nichts entgehen, um daraus „Bildung“ hervorzubringen).  Das Mahnmalschweigen? Ein Meisterwerk der Feigheit. Zwei Minuten stillstehen, ernst gucken, und direkt weiter mit der Tagesordnung: mehr Asyl, weniger Meinungsfreiheit, mehr Zensur. Hauptsache, niemand kommt auf die Idee, dass ein normales, selbstbewusstes Deutschland möglich wäre – ohne dass man dafür sofort Hitler light genannt wird. Es ist das Schweigen, um die Wahrheit nicht aussprechen zu müssen: dass die deutsche Schuld heute instrumentalisiert wird, um jede nationale Selbstbehauptung im Keim zu ersticken. Solange wir uns ewig schuldig sprechen, solange werden wir kein normales Volk sein. Und genau das ist das Resultat dieses Gedenktags: die Entmündigung der Deutschen. Die allgegenwärtige Werbekampagne an Bushaltestellen und Litfaßsäulen gibt diesem Kult den letzten Rest.  Woran sich noch das jüngste Baby erinnern soll, muss jedem ins Gesicht springen, der es wagt sich durch die urbane Sphäre bewegen zu wollen, ohne dabei moralisch belästigt zu werden.  In allen Talkshows, auf sämtlichen Titelseiten, in Schulen und Amtsstuben wird die Pflicht zur Betroffenheit exerziert, als wäre das kollektive Schuldbekenntnis das neue deutsche Nationalgebet.  Man gedenkt der toten Juden, um die lebenden Juden heute im Stich zu lassen. Man ruft „Nie wieder!“, damit alles möglich wird – aber bitte multikulti, klimaneutral und divers.


Ps: für Grok ist der Tag Anlass zu Enthusiasmus:



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Inhaltlich verantwortlich: Julia B. Jung

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